Der aktuelle Planungsstand

Vision wird konkret: Die Planungen und der Austausch mit den Anwohnenden und Interessierten sind in vollem Gange. An dieser Stelle informieren wir über den aktuellen Planungsstand zum Stadtgarten auf dem Bunker inklusive Innennutzung.

Schematische Dachaufsicht Rahmenbedingungen Begrünung
Lageplan
Schnitt
Schnitt
Grundriss Level Kragen
Grundriss Level Bunkerdach
Grundriss Level 01
Grundriss Level 02
Grundriss Level 03
Grundriss Level 04
Grundriss Level 05
Aufsicht Dachgarten
Ansicht Nord
Ansicht West
Ansicht Süd
Ansicht Ost
System Dachbegrünung
Staffelbegrünung Level 1-5
Staffelbegrünung Level 1-5
Staffelbegrünung Level 1-5
Rampenverlauf
Rampenverlauf
Entfluchtungskonzept / Simulation

Beteiligungsprojekt Hilldegarden

Kaum mehr als acht Monate nach dem ersten Ideenworkshop wurde ein 144 Seiten starkes Konzept an den Bauherrn und die Fachplanenden übergeben. Das Beteiligungsprojekt ist seit dem 01.10.15 offiziell als Verein eingetragen. Mit dem Hilldegarden e.V. bekommt die Vision für die öffentlichen Grün- und Gemeinschaftsflächen nicht nur einen geeigneten Trägerverein für die Nutzung und den Betrieb, sondern vor allem den juristischen Rahmen, um die Zugänglichkeit und Gemeinwohlorientierung nachhaltig abzusichern. Alle Details zur Planung der Nutzung der Partizipationsflächen, wie z.B. Stadtteilräume, soziale Einrichtungen, Gedenkstätte/ Mahnmal und den nächsten Veranstaltungen dazu, erfahren Sie auf www.hilldegarden.org.

Flächennutzung

Park und innenliegende Räume werden in einem Gleichgewicht aus kultureller Nutzung und Wirtschaftlichkeit realisiert. Es entstehen insgesamt ca. 7.730 qm öffentliche Flächen, ca. 7.520 qm gewerbliche genutzte Flächen und ca. 7.590 qm horizontale begrünte Flächen, welche zum großen Teil durch das Beteiligungsprojekt Hilldegarden ausgestaltet werden. Zusätzlich werden ca. 3.000 qm vertikale Fassadenflächen begrünt.

Stadtteilräume

Auf den Ebenen sind in verschiedenen Lagen Innenräume mit einer Gesamtgröße von ca. 400 qm für gemeinwohlorientierte Nutzungen vorgesehen und stehen zur mietfreien Nutzung durch Anwohnende und Interessierte zur Verfügung. Die Flächen sind Gegenstand des von dem Beteiligungsprojekt Hilldegarden durchgeführten Gestaltungs- und Partizipationsprozesses für Anwohnende und Interessierte. Die außen an diese Räume angrenzenden Flächen können ebenfalls mitgestaltet werden.

Begrünungskonzept

Das Beteiligungsprojekt Hilldegarden entwickelt mit Anwohnenden und Interessenten die Nutzung und Gestaltung der öffentlichen Innen- und Außenflächen. Dies betrifft zum Beispiel den bestehenden Bunkerkragen, die Rampe, den Bergpfad, Bereiche der terrassierten Flächen sowie den Dachgarten auf dem Bunker.

Entfluchtungskonzept

Bestandssituation: Durch die bestehenden Nutzungen im Bunker sind bereits alle existierenden Fluchtwege in den vier Treppentürmen und zentralem Treppenhaus voll ausgelastet. Somit wäre ohne zusätzliche Maßnahmen keine sichere Entfluchtung für zusätzliche Personenzahlen vom Bunkerdach möglich.

Entfluchtungskonzept: Für den Dachgarten und -aufbau muss somit eine eigenständige Entfluchtung hergestellt werden, die vollkommen unabhängig vom Bunkerbestand funktioniert. Die Rampe, die auf den Kragen und das Bunkerdach führt, ermöglicht neben dem öffentlichen Zugang auch diese sichere Entfluchtung vom Dach für alle. Das Entfluchtungskonzept sieht dabei vor, dass sich die Menschen im Notfall auf dem Bunkerdach und dem -kragen sammeln und dann über die Rampe bis auf das Straßenniveau gelangen. Hierfür wurde in Abstimmung mit den Behörden und der Feuerwehr von Fachplanenden eine Entfluchtungssimulation angefertigt, welche eine sichere Entfluchtung bis auf das Straßenniveau nachweist.

Kulturgästehäuser / Künstler- & Gästewohnungen

Es sind zwei Gästehäuser vorgesehen, die unterschiedliche Kulturbereiche (u.a. zum Thema Musik, Kunst, Schauspiel) bedienen und unterschiedliche Betreiber haben werden. Jeder Betreiber wird sein eigenes Konzept einbringen, und auch von der Zimmerzahl pro Gästehaus wird sichergestellt, dass die Gästehäuser einen individuellen Charakter bekommen werden. Die genaue Zahl ergibt sich gerade im Rahmen der Verhandlungen mit den möglichen Betreibern. Insgesamt sind 90 normale Gästezimmer und 35 größere Gruppenzimmer vorgesehen, die sich auf die zwei Betreiber über fünf Ebenen verteilen. Drei der Gruppenzimmer werden in Zusammenarbeit mit der Kulturbehörde als Künstler-WGs zu deutlich reduzierten Konditionen an Gäste von Hamburger Kultureinrichtungen zur Verfügung gestellt. Zwei weitere Gruppenzimmer sollen für bis zu sechs Monate kostenfrei im Rahmen von "Artist-in-Residence"-Stipendien zusammen mit der Kulturbehörde vergeben werden.

In Gesprächen mit verschiedenen Kulturinstitutionen aus den Bereichen Theater, Kunst und Musik wurde der grundsätzliche Bedarf für Kulturgästehäuser, Künstler & Gästewohnungen abgefragt. Die Institutionen haben großes Interesse an einer nahegelegenen Unterkunft, die den Künstlern eine kulturnahe Atmosphäre bietet. Die Preise werden in den Verträgen mit den Betreibern entsprechend der Anforderungen und Möglichkeiten der Kulturinstitutionen berücksichtigt.

Sport- & Freizeitsaal

Der FC St. Pauli hat sich die Option gesichert, im grünen Bunkeraufbau unterhalb des Parks eine Sporthalle für den Amateursport und den Stadtteil zu nutzen. Anhand der definierten Vorgaben des Amateursports wurde eine Planung umgesetzt, die eine Sportnutzung für Training und Wettkampfspiele (u.a. Handball) an Hand der Anforderungen des FC St. Pauli ermöglicht. Der FC St. Pauli prüft zurzeit die Machbarkeit einer solchen Anmietung zur Nutzung als Sporthalle.

Knapp fünf Meter über dem Bestandsdach beginnt der geplante Aufbau des Bunkers. Im Inneren des Aufbaus entsteht auf Level Eins eine Sport- und Freizeithalle (Zwei-Feld-Halle) mit 1.286 qm für vielfältige Nutzungen, die sich über zwei Geschosse erstreckt. Auf Level Eins und Zwei gibt es in den seitlich der Halle zugeordneten Zonen auf rd. 300 qm Raum für Nebenflächen wie z.B. Geräteräume, Umkleiden, sanitäre Bereiche etc. Der Zugang zu der Sport- und Freizeithalle erfolgt über die begrünte Rampe. Die Ver- und Entsorgung sowie barrierefreie Erschließung der Kultur- und Freizeithalle erfolgt über die Außenaufzüge (Lastenaufzug).

Darüber hinaus ist eine veranstaltungsbezogene Nutzung der Halle für vielfältige Kulturveranstaltungen geplant. Diese Nutzung wird voraussichtlich drei bis vier Veranstaltungen pro Monat umfassen. Der Betrieb erfolgt voraussichtlich über einen Bestandsmieter des Bunkers.

Bei einer Sportnutzung liegt die zu erwartende Personenzahl bei Trainingsnutzungen bei 60 Personen. Bei Wettkämpfen wird eine Zuschaueranzahl von bis zu 600 Personen erwartet. Bei Veranstaltungen richtet sich die Personenzahl nach dem Konzept (Anteil Bestuhlung; Stehplätze). Die Halle bietet bestuhlt Platz für bis zu 1.100 Personen.

Sportclub

Im Inneren des Aufbaus entsteht ein Sportclub für vielfältige Trainingsmöglichkeiten. Der Zugang zu dem Sportclub erfolgt über die begrünte Rampe. Die Ver- und Entsorgung sowie barrierefreie Erschließung des Sportclubs erfolgt über die Außenaufzüge (Lastenaufzug).

Musikclub

Auf Level 0 wird im Flakturm B auf einer Fläche von 144 qm ein Musikclub errichtet. Die sanitären Bereiche befinden sich im öffentlichen Bereich auf Level 0, in Angrenzung an das geplante Bunkermuseum. Der Zugang zum Musikclub erfolgt über die begrünte Rampe. Die Ver- und Entsorgung sowie barrierefreie Erschließung des Musikclubs erfolgt über die Außenaufzüge (Lastenaufzug). Der Musikclub im Flakturm B wird neben einem gastronomischen Ausschankbetrieb mit musikalischer Untermalung ggf. auch Live-Musik anbieten. Die maximale Personenkapazität liegt bei 200 Personen.

Gastronomie

Im Flakturm C ist ein gastronomischer Betrieb vorgesehen. Der Zugang zu dem gastronomischen Betrieb erfolgt über die begrünte Rampe. Der barrierefreie Zugang und die Ver- und Entsorgung erfolgt über die Außenaufzüge (Lastenaufzug).

Im geplanten Aufbau auf Level Fünf unterhalb der Parkebene ist eine Parkgastronomie geplant. Der gastronomische Betrieb wird Speisen und Getränke anbieten. Der Zugang zu dem gastronomischen Betrieb erfolgt über die begrünte Rampe und den Bergpfad bis auf Level Fünf. Der barrierefreie Zugang und die Ver- und Entsorgung erfolgt über die Außenaufzüge. Der Innenraum auf Level Fünf wird über einen direkten Zugang zu dem darüber liegenden Stadtgarten verfügen. In diesem Bereich ist ein Ausgabebereich für die Besucher des Stadtgartens geplant. Die sanitären Bereiche befinden im hinteren Bereich der Nutzung und werden auch von den Besuchern des Stadtgartens genutzt. Der barrierefreie Zugang erfolgt über den EK 03. Neben- und Lagerräume sind in ausreichender Zahl vorhanden und direkt angebunden.

Museum / Gedenkstätte

Die Planungen zur Gedenkstätte im Bunker laufen auf Hochtouren. Wie Sie sich einbringen können, sowie Informationen zum aktuellen Stand erhalten Sie unter www.hilldegarden.org.